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Insel Damen erneut Deutscher Mannschaftsmeister 3.Titel in Folge !

von links: Lisa - Sonja - Astrid - Gaby - Sina & Franky
Das Siegerteam des 3-fachen Deutschen Mannschaftsmeisters bei der Siegerehrung.

Die 3-fache Schweizer Meisterin Gaby Huber ( Schmohl ) im entscheidenden Spiel gegen die deutsche Nationalspielerin Franziska Hennes. Das Spiel endete 11:4 - 11:6 - 11:7 für die Nummer 49 der Welt in Reihen der Squash-Insel.
Das am meisten mit Spannung erwartete Spitzenspiel zwischen der Nummer 1 der Dt, Rangliste ( Sina Wall ) und der Nummer 2 ( kathrin Hauck ) hielt auch was man erwartete. Kathrin hatte einen guten tag erwischt und ließ Sina nicht zur Entfaltung kommen. Sie gewann verdient mit 11:6 - 11:8 - 5:11 - 11:9
Nun mußte das letzte Spiel die Entscheidung bringen.
Das erste Spiel im Finale zur Deutschen Meisterschaft 2011 bestritten Astrid Kern und Laura Kutsch. Das von beiden Seiten sehr nervös und von vielen fehlern geprägte Spiel gewann schließlich die 21 jährige "Insulanerin" Astrid mit 11:6 - 11:9 - 9:11 - 13:11

Lisa marie Sedlmeier, die Nummer 4 im Team der Squash Insel sorgte sich um das Wohl des englischen Profis Tom Richards - Nr. 28 der Welt - in Reihen des SC Hamborn der im Halbfinale den Serienmeister Paderborn ausschaltete. Richards bezwang dabei die aktuelle Nr. 4 der Welt James Willstropp (ENG ) in 3 Sätzen.
Der ausführliche Bericht:
Schauplatz der iesjährigen Deutschen Mannschafts Meisterschaften im Squash bei den Damen und Herren war Germering bei München. Die Jahre davor mussten die Damen der Squash-Insel Taufkirchen einige Reisestrapazen auf sich nehmen um den Titel nach Taufkirchen zu holen – einmal nach Krefeld und letztes Jahr war Saarbrücken der Austragungsort für sie Squashmeisterschaften. Grund zur Freude für Spielerinnen, Fans, Zuschauer und Verantwortliche, da man endlich den Damen einen würdigen Rahmen für ihre tollen Leistungen bieten konnte, indem man sie vor Ort unterstützt. Viele Fans, Eltern und Zuschauer waren gekommen um den 3-fachen Deutschen Meister zu feiern.
Am Samstag um 12.00 Uhr war es dann soweit. Das Finale der Damen zwischen dem Favoriten aus Taufkirchen und dem selbsternannten Herausforderer aus Rosenheim stand auf dem Programm. Die Tribüne in Germering war voll besetzt und fest in Taufkirchner Hand. Viele waren gekommen um endlich mal live dabei zu sein wenn die Damen Geschichte schreiben wollten. Als erste Mannschaft überhaupt in Bayern 3mal Deutscher Meister zu werden und dies noch dazu in Folge, war noch nie einer Mannschaft gelungen. Die ganze Saison über wurden die Damen der Squash-Insel ihre Favoritenstellung gerecht und man war sich im Vorfeld klar, dass das neu gegründete Team aus Rosenheim, mit den Ex-Taufkirchnern Kathrin Hauck ( ehem. Rohrmüller ) und Birgit Coufal die ärgsten Verfolger sein werden. So war es auch am Ende der regulären Saison. Die Favoriten setzten sich klar und deutlich durch. Damit war das Traumfinale perfekt, das aufgrund der (Ex)Spielerinnen und der nähe beider Clubs eine besondere Brisanz und Spannung in sich hatte. Nun musste man im Lager der Squash-Insel eine schwierige Entscheidung in puncto Aufstellung fällen. Dies war deshalb so schwer, da zum Einen alle Spielerinnen in der Saison tolle Leistungen und Einsatz gezeigt hatten und zum Anderen weil die Anzahl der Spielerinnen im Finale von 4 auf 3 geändert wurde. Das hieß, dass 2 Spielerinnen zum Zuschauen verdammt wurden. Neben den beiden gesetzten Spielerinnen Sina Wall – die deutsche Profispielerin und Nummer 1 in Deutschland / Nr. 59 der Welt sowie Gaby Schmohl – Schweizer Nationalspielerin und ebenfalls Nr.1 ihres Landes / Nr. 51 der Welt , musste die Wahl zwischen der Mannschaftsführerin Astrid Kern, der jünsten im Team Lisa Marie Sedlmeier sowie dem Neuzugang und erfahrensten Spielerin Sonja Elsayed gefällt werden. Die Verantwortlichen der Squash-Insel Taufkirchen vertrauten schließlich der während der Saison häufig ausgefallenen und verletzten Astrid Kern, das so wichtige Eröffnungsspiel zu bestreiten, und sollten dies auch nicht bereuen. Man wusste um die spielerische Klasse von Astrid und ihre psychische Stärke in solchen Spielen. Ihre Gegnerin war die junge und talentierte Laura Kutsch, die kurzfristig aufgrund der Absage von Birgit Coufal ins Team kam. Beide begannen extrem nervös. Viele leichte Fehler und ungenaues Spiel beherrschte den 1. Satz, den Astrid Kern gewinnen konnte. Mehr und mehr fand Laura Kutsch zu ihrem Spiel und spielte gut mit. Astrid Kern, die feine Technikerin im Team musste häufig ihre fehlende Matchpraxis durch geniale und teilweise auch riskante Bälle wettmachen, was aber schließlich gut ging. Obwohl sie Satz 2 verlor und überraschend nervös das ganze Spiel über agierte gelang es ihr den eminent wichtigen Auftakt zu gewinnen und damit den Druck auf Rosenheim zu erhöhen. Nun reichte noch ein Sieg und Taufkirchen wäre erneut Meister.
Die Spannung in Germering war deutlich zu spüren zumal jetzt das Spiel der beiden Topspielerinnen beider Teams auf dem Programm stand. Sina Wall gegen Kathrin Hauck. Nummer 1 gegen Nummer 2 in Deutschland. 4-fache Deutsche Meisterin Hauck gegen Seriensiegern bei den letzten 7 Begegnungen der beiden Sina Wall. Ein absoluter Leckerbissen für alle Fans. Das Spiel hielt auch das was man erwartet hätte nur der Ausgang war für die Squash-Insel nicht so schön. Sina Wall konnte entgegen der letzten zahlreichen Duellen, die sie allesamt gewann, nicht wie gewohnt ihre Präzision und Fitness ausspielen. Zu druckvoll war das Spiel von Kathrin. Die Rosenheimerin erwischte einen absoluten Traumtag während Sina Wall einen ihrer wenigen guten Tage erwischte. Sie wirkte etwas ausgelaugt was aufgrund der letzten Wochen gut nachvollziehbar war. Erst einige Tage vorher kam sie von der EM zurück wo sie als Nummer 1 im Team mit Deutschland den 6. Platz erreichte. Doch diese Argumente wollte die Profispielerin nicht gelten lassen. Im 2. Satz konnte sie ihre Dauerrivalin mehr und mehr unter Druck setzten doch die Anzahl leichter Fehler war immer noch zu hoch. Obwohl sie diesen Satz gewinnen konnte hieß die Siegerin am Ende Kathrin Hauck. Das Ergebnis ging auch mit 3:1 voll in Ordnung. Nun war die Spannung am Siedepunkt. Das letztes Spiel musste die Entscheidung bringen. Alter oder neuer Deutsche Meister. Gaby Schmohl gegen Franziska Hennes. Beide spielten ebenfalls für ihre Länder bei der Europameisterschaft in Finnland. Die Favoritin war ganz klar auf Seiten der Squash-Insel zu finden und das zeigte sie den circa 150 Zuschauern auf eindrucksvolle Art und Weise. Gaby war hochkonzentriert, wollte sie doch mit ihrem neuen Club als erste Schweizerin Deutsche Meisterin werden. Die Zuschauer sahen eine brilliant aufgelegte Schweizern die in keiner Phase des Spiels ihrer Gegnerin eine Chance gab. Zu dominant und präzise war ihr Spiel und sie gewann ganz klar mit 3:0 Sätzen. Damit war das Kunststück vollbracht und im Lager der Squash-Insel floß der Sekt. Zuschauer, Gegner, Fans, Eltern usw. gratulierten den überglücklichen Siegern. Bis spät in die Nacht wurde der 3.Titel ausgiebig gefeiert .
Den Titel bei den Herren gewann zum Ersten mal das Team aus Worms gegen den Überraschungsfinalisten aus Hamborn, mit den beiden bayrischen Spielern Raffi Kandra und Rudi Rohrmülller. Diese bezwangen in einem dramatischen Halbfinale den Serienmeister aus Paderborn.

